Bericht und Informationen aus dem Umwelt- und Mobilitätsausschuss vom 08.02.2021

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Antrag auf Erweiterung der Verkehrsberuhigung in der Zeller Straße

Die Zeller Straße ist bereits seit der erstmaligen Anlegung 1961 als Ortsstraße gewidmet und liegt in einer Tempo 30 Zone. Aufgrund des Antrags wurde von der Polizei Grünwald eine Stellungnahme angefordert. Demnach ereigneten sich im Zeitraum von 11/2017 – 11/2020 lediglich zwei Verkehrsunfälle, die nicht auf hohes Verkehrsaufkommen zurückzuführen sind. Aus Sicht der Polizei besteht aufgrund der sehr geringen Unfallzahlen kein akuter Handlungsbedarf.

Die Verkehrszählung in der Kalenderwoche 04 ergab 1507 Fahrzeuge. Zum Vergleich hierzu wurde in der Alpenblickstraße in der Kalenderwoche 05 eine Verkehrszählung durchgeführt, hier wurden 4207 Fahrzeuge gezählt.

Mess- und Unfalldaten sprechen gegen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Zeller Straße. Es geht auch um die Gleichbehandlung aller Anwohner an gemeindlichen Straßen. Einzelne Straßenzüge können nicht bevorzugt werden. Die Zeller Straße weist mit durchschnittlich 200 Fahrzeugbewegungen am Tag eine moderate Verkehrsbelastung auf.

Die Gemeinde wird künftig verstärkt dazu aufrufen, weniger mit dem Auto zu fahren. Hierzu ist (nach Corona) auch eine Aktion mit der Grundschule geplant. Ein Großteil unseres Auto Verkehrs innerhalb der Gemeinde ist selbst gemacht.

 

Sachstandsbericht Ortsumfahrung

In Sachen Ortsumfahrung Schäftlarn ist Ende März / Anfang April 2021 eine Planerbesprechung mit der Gemeinde beabsichtigt. In diesem Termin sollen die Ergebnisse der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung erläutert werden und die Erfordernisse für den zu errichtenden Amphibienzaun entlang der möglichen Trasse abgestimmt werden.

Im Anschluss sollen die betroffenen Landwirte im Mai/Juni 2021 durch die Gemeinde zu einem Abstimmungsgespräch hinsichtlich der für 2022 beabsichtigten Trassenführung des Amphibienzauns eingeladen werden.

Mit der Errichtung des Amphibienzauns, der von Februar 2022 über die Vegetationsperiode bis Herbst 2022 stehen sollte, soll eine Erfassung der Wanderbewegungen der Amphibien und anderer Kleintiere über die Flur im Bereich der möglichen Umgehungstrasse möglich sein.

 

Bibermanagement im Bereich Kloster Schäftlarn

Im Bereich des Klärwerks gibt es große Aktivitäten eines Bibers. Hier die Ansicht des Biberhauptdamms im Küchelbach direkt hinter der Kläranlage, der regelmäßig einseitig geöffnet werden muss, um eine Vernässung der angrenzenden Felder, des Geländes der Kläranlage und des Kellers der Internatsgebäude des Klosters zu verhindern.

    

Um den Hauptdamm des Bibers künftig nicht immer wieder öffnen zu müssen, ist in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde eine Drainage unter dem Damm hindurchdurch geplant, die den Wasserstand des Baches künftig auf einem bestimmten Niveau konstant halten wird. So werden dann Schäden an Gebäuden verhindert. Alle weiteren Verbauungen des Bibers im Bach dürfen entfernt werden, dies wird regelmäßig vom Bauhof durchgeführt.

 

Tag des Baumes am Samstag, 13.03.2021

Die Verwaltung hat den 13.03.2021 als Termin der Umweltaktion „Tag des Baumes“ anvisiert An folgenden Standorten sollen nun wie folgt Pflanzungen durchgeführt werden:

  • Starnberger Str. 33 – vor dem Schreibwarenladen (kleiner blühender Busch: Hortensie)
  • Wangener Weg (1 Linde 12/14)
  • Kreuzung Münchner Straße/Starnberger Straße (1 Linde 16/18 und 1 Eberesche 12/14)
  • Münchner Str. / B11 (2 Kornelkirschen 12/14)
  • Möslweiher (1 Apfelbaum)
  • -Benjamin-Allee Ebenhausen (1 Roßkastanie als Ersatzpflanzung)
  • Grundstück Kriegerdenkmal in Ebenhauen (1 Eiche 16/18 als Ersatzpflanzung)

 

Erstmals wurde 1827 ein Linné-Fest in Ebenhausen gefeiert. Die Linné-Eiche war ein Baum in Ebenhausen, wahrscheinlich am Fußweg zum Kloster Schäftlarn, zu dem vor knapp 200 Jahren Professor Martius, der Gründer des botanischen Gartens in München, zusammen mit Kollegen und Studenten in jedem Sommer einen Ausflug ins Isartal mit Reden und Speisen veranstaltet hatte zur Erinnerung an Carl von Linné, einem schwedischen Naturforscher, der mit der binären Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf. Diese Tradition wurde einige Jahrzehnte aufrechterhalten, geriet dann aber in Vergessenheit. Das letzte bekannte Linné-Fest wurde wohl 1861 gefeiert. Auf Vorschlag eines Bürgers soll nun zur Erinnerung an diese historische Tradition eine Eiche im Grundstück des Kriegerdenkmals in Ebenhausen gepflanzt werden.

Eine örtliche Baumschule wird beauftragt, sämtliche Bäume zu pflanzen bzw. teilweise die Pflanzung vorzubereiten. Am Kriegerdenkmal in Ebenhausen sowie an der Kreuzung Münchner Straße/Starnberger Straße soll die Pflanzaktionen öffentlich gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden, sofern dies die Pandemie Situation erlaubt. Wir werden rechtzeitig informieren und einladen zum Tag des Baumes, sofern eine öffentliche Veranstaltung möglich sein wird.

 

Christian Fürst

Erster Bürgermeister

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